Bewegung
Pferde sind von Natur aus Steppentiere und brauchen sehr viel freie Bewegung. Ein Pferd in der Box zu halten entspricht dem Größen- vergleich eines Dackels in der Orangenkiste. Wir legen daher größten Wert auf tägliche, mehrstündige Bewegung an frischer Luft auf galoppierfähigen Flächen. Täglich sind alle Pferde auch tragende Stuten draußen bzw. auf der Weide – auch im Winter. Nur das garantiert eine gute Funktion aller Organe und stärkt das Immunsystem, den Bewegungs- und Atmungsapparat, der so wichtig ist, für den späteren Einsatz als Dressurpferd oder Springpferd.
Soziales Gefüge
Die Stuten werden in kleinen Gruppen gehalten. Somit sind sie in der Lage, ein ausgeprägtes Sozialverhalten auszuüben, sich in eine Herde / Rangordnung einzugliedern oder ganz einfach “Fellpflege“ zu betreiben. Dieses stärkt die Psyche der Pferde und macht sie ausgeglichen.
Stall
Die Zeiten im Stall sind auf die Nacht reduziert. Die Boxen sind ausreichend groß und mit Stroh eingestreut. Selbsttränken und ein Salzleckstein sind selbstverständlich. Der Stall ist hell, die Decke sehr hoch, eine gute Luftzirkulation garantiert, die Temperatur kühl.
Hufschmied
In vielen Zuchtställen werden die Hufe der Zuchtstuten und Fohlen vernachlässigt. Wir halten es für sehr wichtig, alle 2 – 3 Monate bei den Stuten die Hufe berunden zu lassen. Das Gewicht, das Stuten in der Trächtigkeit zu tragen haben, kann bei Fehlbelastungen Schäden hervorrufen. Beim Fohlenwachstum wurde in der Tiermedizin festgestellt, dass sich die Wachstumsfugen in den Beingelenken schon nach 6-9 Monaten schließen. Sollten Fehlstellungen auftreten, lassen sich diese daher nur in den ersten Lebensmonaten korrigieren.