Mona
Unsere Stammstute Mona *1987 von Matrose wurde 1999 von uns erworben. Sie entspringt dem jetzt sehr rar gewordenen Stamm der StPrSt Friesenglück, der sich bis etwa 1870 zurück verfolgen läßt. Mona brachte in 14 Zuchtjahren 11 Fohlen, darunter einige recht erfolgreiche Dressurpferde und unsere heutigen Zuchtstuten Windfee von Welser, Dancing Daylight von De Niro und Dolcezza von Dauphin. Mona's (echter) Bruder Weltgraf von Weltmeyer aus Gräfin Pompadour war 2006 Seriensieger in Grand Prixs und auf Platz 229 der FEI Weltrangliste Dressur vor Brentina und vor Weltadel. Mona's Stamm ist beheimatet im renommierten Züchterhause Meyn in Echem. Hans Georg Meyn ist auch Züchter von Pik König, dessen Nachkommen (Pik Bube I+II, Picard u.a.) Zuchtgeschichte schrieben. 2001 wurde Mona wieder tragend von De Niro in die Nähe von Wolfsburg verkauft, 2005 erwarben wir Dolcezza von Dauphin aus der Mona, um unsere Stutenfamilie zu komplettieren.
1987 wurde Mona als einziges Stutfohlen der Gräfin Pompadour (VA) geboren. Von ihren 11 Nachkommen gehen derzeit 4 im Sport. Aus
1995: Biliti von Buenos Aires, sie geht erfolgreich M-Dressur.
1997: Worodin von Weltmeyer, er gewann 6-jährig bereits Dres M/B.
1998: Welcome von Weltmeyer, sie war 2005 erstmalig M-platziert und
2002: Daisy la Fleur von De Niro; sie konnte 2006 erste Erfahrungen in Reitpferdeprüfungen sammeln.
Für diese tolle Nachkommensleistung wurde Mona 2006 von der FN ausge- zeichnet und ins Leistungsstutbuch Abt. C aufgenommen und auch in Abt.D für ihre hohe Fruchtbarkeit. Sie hat rein rechnerisch einen Edelblutanteil von 43 % und vererbt sich entsprechend. Ihre Nachkommen sind ehrgeizig, edel und blütig und verfügen über eine hohe Vitalität. Allerdings sind sie, wie viele blutgeprägte Pferde, feinfühlig und brauchen eine ruhige Reiterhand. Somit befinden sich 4 von Mona's Nachkommen im Sport, 3 Stuten sind in der Zucht, 2 Jungpferde wachsen heran und 2 Pferde sind im Freizeit- einsatz.
Mona's Mutter Gräfin Pompadour (VA) geboren 1978, wurde 1981 über die Verdener Auktion von ihrem späteren Besitzer erworben. Ihre Mutter Plastik war Vollschwester (rechte Schwester) zum gekörten Hengst Pik Junge, einer damals begehrten Linie, und entsprechend teuer wurde sie zugeschlagen. Urgroßvater der Gräfin Pompadour war der Hengst Absurd, Vollbruder zur internationalen Springstute Zuckerpuppe, die mit Fritz Ligges sehr erfolg- reich war. Gräfin Pompadour brachte 7 Fohlen, die im Springen und in Dressurprüfungen gleichermaßen erfolgreich waren.
Gräfin Pompadour’s Großmutter Weilertaube von Weimar wurde mehr- fach mit Pik As xx angepaart. Aus der 2. Anpaarung der Weilertaube mit Pik As xx fiel 1967 die Stute Plastik, Vollschwester zum Celler Landbeschäler Pik Junge. Sie brachte in 14 Jahren 11 Fohlen, davon gingen 5 im Spring- sport mit Erfolgen bis M/A. Als begehrte Springabstammungen wurden mindestens 5 ihrer Nachkommen über die Verdener Auktion verkauft.
Die 3. Pik As xx Anpaarung brachte 1968 den gekörten Hengst Pik Junge, der von 1971 bis 1985 im Landgestüt Celle wirkte. Im Hengstkatalog werden seine Grundgangarten mit gut bewertet, ihm ein munteres Temperament und genügend Ausdauer zugesprochen. Die Rittigkeit und Springanlage werden mit gut bewertet, das Fazit: vielseitig verwendbares Reitpferd. Die N-LGS von Pik Junge beträgt 113.235 € für 261 Pferde. Das ergibt im Durchschnitt 434 € je Turnierpferd. Dieses ist für die damalige Zeit ein recht hoher Wert. Auch heute wird diese N-LGS von vielen Deckhengsten nicht erreicht.
In der weiteren mütterlichen Abstammung findet sich Hannoversches Tafelsilber. Weilertaube *1960 von Weimar (ein Spross aus der Fling-Linie) und auch Dichterbuche *1953 von Dynamit (Detektiv + Fling-Linie) waren zwar Stuten mit wenig Blutanteil, aber wie viele Pferde damals, eisenharte Leistungsträger in der Landwirtschaft. Die StPrSt Friesenglück *1945 konnte auf die Schönheit ihrer Vorfahren bauen und war mit fast 20 % Edelblut ein für ihre Zeit sehr modernes Pferd.
Die dann folgende Stute von Sportsmann wies 23,4 % Edelblut auf, was auf die Mutter ihres Vaters (Anerkennung) und die von Adeptus xx gegründete A-Linie zurück zu führen ist. Die nachfolgenden Stuten von Schwaben- spiegel und Oroszvar xx waren mit 36 % bzw. 68,75 % Vollblutanteil aus heutiger Sicht revolutionär für ihre Zeit. Die mütterliche Linie endet heute bei einer Stute vom Hannoveraner Hengst Süd *1866 (Norfolk – The Nigger xx), der mit 75 % Vollblutanteil durchaus als Veredler einzustufen ist.
Alle hier genannten Pferde können in dieser Datenbank nachgeschaut werden.
| | | | Aventin xx | Teddy xx |
| | | Marcio xx | | Abbazia xx |
| | | | Mainkur xx | Janus xx |
| | Matrose | | | Makrone xx |
| | | | Athos | Allerhand |
| | | Adelinde | | Anghris |
| | | | Allrista | Allmers |
| FN-LSt Mona | | | | Krista |
| | | | Grande | Graf |
| | | Graf Douglas | | Duellfest |
| | | | Auslese | Absurd |
| | (VA) Gräfin Pompadour | | | Krönung |
| | | | Pik As xx | Abendfrieden xx |
| | | Plastik | | Pechfackel xx |
| | | | Weilertaube | Weimar |
| | | | | Dichterbuche |
von Dynamit-Friesenkönig-Sportsmann-Schwabenspiegel II-Oroszvar xx-Süd (3/4 Blüter *1866).
Die Hengste
Mona’s Vater Matrose *1966 war einer von 5 gekörten Söhnen des Voll- blüters Marcio xx, der im Landgestüt Celle in den 50er und 60er Jahren wirkte. Marcio xx war, wie heute Lauries Crusador xx, als Veredler sehr begehrt und vererbte eine besonders gute Rittigkeit. Marcio xx Stuten waren begehrte Edelsteine in der Zucht. Seine N-LGS beläuft sich auf 163.820 € bei 133 Pferden. Das ergibt durchschnittlich 1.232 € je Turnierpferd.
Der Halbblüter Matrose hatte früher den Stellenwert wie heute z.B. ein Londonderry, und er erfreute sich zu seiner Zeit einer hohen Nachfrage. Im Natursprung hatte über 800 Nachkommen, davon 15 gekörte Söhne und 289 Zuchtstuten. 453 Nachkommen vertraten seinen Ruhm im Sport. Mit einer N-LGS von 375.920 € (830 € je Turnierpferd) hatte er erfolgreiche Nach- kommen im Springen und in der Dressur. Die aktuellen ausgeglichenen Zuchtwerte bestätigen diese Doppelveranlagung. Herausragende Dressur- pferde sind u. a. Maritim, Magnum und Rosemount Maurice. Bei seinen gekörten Hengsten vererbte sich besonders gut der dunkelbraune Hengst Matador, der es auf eine N-LGS von 395.241 € bei 234 eingetragenen Turnierpferden brachte, im Durchschnitt 1.689 € je Pferd.
Adelinde, Matrose’s Mutter, vereinigt zweimal die A-Linie in sich, die von Adeptus xx gegründet wurde. Ihr Großvater mütterlicherseits war ein Sohn des Alkoven, der auch Vater von Agram, dem legendären Springpferdever- erber ist. Ihr Vater Athos führt über Alter Kerl auch wieder zu Adeptus xx. Aktueller Vertreter der alten A-Linie ist Escudo mit seinen springerfolg- reichen Nachkommen und gekörten Söhnen. Adelinde führte über ihre Großmutter väterlicherseits auch noch das Blut des Amurath einem Araber, der als Veredler wirkte.
Athos, der Großvater mütterlicherseits von Matrose, war offensichtlich ein Stutenmacher und findet sich in den Pedigrees von Brentano II und Böckmanns Grandeur. Mütterlicherseits führte er das Blut des Arabers Amurath, aber auch einen großen Anteil Gene der Hannoverschen K-Linie des King, aus der der "Gotthard des Ostens" Kolibri hervor ging. Daher kann man bei Athos auf eine Doppelveranlagung in der Vererbung schließen.
Grande war, obwohl klein vom Stockmaß, ein ganz großer in der Leistungsvererbung und ist über seinen Sohn Graf Douglas (*1973) im Stamm der Mona vertreten. Grande hinterließ nach 26 Jahren Einsatz im Landgestüt Celle fast 50 gekörte Hengste, darunter Graphit, Gralsritter, Garibaldi I+II, Grand Ferdinand I+II, Graf Douglas, Glander u. a. Heute wirkt im Landgestüt Celle noch sein Sohn Galvano.
Die Liste der im großen Turniersport erfolgreichen Kinder und Enkel scheint endlos. Mit einer N-LGS von 1.199.996 € und 565 direkten Nachkommen im Turniersport lt. Jahrbuch Sport der FN, bringt er es auf durchschnittlich 2.124 € je Turnierpferd und gehört damit zu den Spitzenvererbern der deutschen Pferdezucht.
Duellant, Grandes Großvater mütterlicherseits, war nicht minder erfolgreich. Er deckte 19 Jahre und hinterließ über 30 gekörte Söhne, darunter Davos, Don Juan, Duden I+II, Duft I,II+III, Dux u.v.a. Duellant’s Stärke war seine überragende Trabmechanik, die vielseitige Verwendbarkeit und seine Robustheit. 95 eingetragene Turnierpferde erzielten eine N-LGS von 148.329 €, im Durchschnitt 1.561 €. Duellant’s Nachkommen waren bundesweit begehrt und verbreiteten seine Leistungsbereitschaft in vielen Zuchtgebieten Deutschlands.
Abglanz, dieser typvoller Fuchshengst und Großenkel des Trakehners Tempelhüter, machte seinem Namen alle Ehre und ist über seinen Sohn Absurd im Stamm der Mona vertreten. Absurd war Vollbruder zu Fritz Ligges legendärer Zuckerpuppe.
Abglanz deckte von 1946-1964 im Landgestüt Celle, wobei er auf der Deckstation im Alten Land bei Hamburg seinen Durchbruch hatte. Er lieferte für Hannover zahlreiche erfolgreiche Nachkommen in Zucht und Sport. Seine Tochter Zukunft, Vollschwester der Hengste Abhang I, II, III war mit Alwin Schockemöhle international im Springsport erfolgreich. Die Tochter Zuckerpuppe wurde bekannt unter Fritz Ligges. Abglanz vererbte deutlich eine Doppelveranlagung. So beherrschte sein Sohn Archimedes bereits 6-jährig die Aufgaben der S-Dressur.
Pik As xx (*1949) wird häufig als bedeutendster Sohn des Vollblüters Abendfrieden xx beschrieben. Abendfrieden xx kann man auf der Seite der Galopp-Sieger 6 Söhne zuordnen, die bedeutende Rennen gewonnen haben. Pik As xx entstammt mütterlicherseits der Familie der Postenkette xx, einer überdurchschnittlich erfolgreich Stutenlinie im Englischen Voll- blut, aus der bedeutende Vererber hervorgingen wie: Perser xx, Pindar xx, Parenzo xx, Pernod xx. Aktueller Spross dieser Vollblutlinie ist Concetto auf der Station Sosath.
Pik As xx war eine Persönlichkeit! Obwohl nur 157 cm groß warf er sich beim Vorführen in Positur und bestach durch geschmeidige Bewegungen und ein großes Auge. Er vererbte gute Bewegungen, schwerpunktmäßig jedoch die Springveranlagung. Zu seinen gekörten Söhnen gehören Pik Junge (aus dem Stamm der Mona), Pik König, Pikör und einigen anderen. Pik As xx Nachkommen waren überaus erfolgreich im Sport. 99 eingetragene Sportpferde erzielten 238.567 € N-LGS, das sind 2.410 € je Pferd!
Über die Hengste Weimar, Friesenkönig und Schwabenspiegel können wir an dieser Stelle nicht mehr als die Abstammung erwähnen.
Sportsmann wird im Buch “Die Ahnen des Hannoveraner“ von Wolfgang von Unger, als Celler LB aufgeführt in Listen, die mütterlicherseits abstammten vom Vollblüter Darley Arabian *1702. Dieser wiederum war zu seiner Zeit ein Stempelhengst und ist auch einer der 3 Stammhengste, auf denen das Englische Vollbut aufgebaut wurde. Er findet sich heute u. a. in den Pedigrees von Ladykiller xx, Lauries Crusador xx, Contender und Quidam de Revel.
Über Oroszvar xx lässt sich berichten, dass er 1878 als 3-j Hengst das Hamburger Derby gewann und im Internet in der Liste der Galopp-Sieger zu finden ist. Er stand im Besitz des Grafen Henckel sen.
Süd war ein edler ¾-Blüter von Norfolk - The Nigger xx. In der Literatur gibt es viele Hinweise auf ihn, besonders aber den, dass er sehr fruchtbar war, dieses Gen wohl von seinem Vater Norfolk vererbt bekommen hatte und es auch an seine Nachkommen weiter gab.